Auslobung des 8. AVW-Unternehmerpreises 2015

Dr. Sigrun Trognitz (AVW-Geschäftsführerin), Amidou Traore (IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt); Klaus-Dieter Weber (AVW-Vorstandsvorsitzender) Dr. Sigrun Trognitz (AVW-Geschäftsführerin), Amidou Traore (IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt); Klaus-Dieter Weber (AVW-Vorstandsvorsitzender)
AVW/Uli Lücke
AVW-PRESSEINFORMATION   03.06.2015
Der Allgemeine Arbeitgeberverband der Wirtschaft für Sachsen-Anhalt e. V. (AVW) lobte auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung seinen 8. Unternehmerpreis unter dem Motto
„Unternehmerische Verantwortung für die Standortsicherung in Sachsen-Anhalt - WILLKOMMENSKULTUR - INTEGRATION VON AUSLÄNDISCHEN FACHKRÄFTEN und Migranten
aus. Der Preis steht unter Schirmherrschaft von Herrn Holger Stahlknecht, Minister für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt.

„Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht vor den Unternehmen halt macht. Damit Integration gelingt, brauchen wir eine gute Willkommenskultur. Für die Unternehmen bedeutet das, internationale Fachkräfte offen zu empfangen und sie beruflich wie privat bei ihrer Integration zu unterstützen. Ich begrüße es daher außerordentlich, dass sich auch die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels des Themas Zuwanderung angenommen haben und die damit verbundenen Möglichkeiten und Chancen für die Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Unternehmen nutzen wollen“, so Holger Stahlknecht, Minister für Inneres und Sport.


Die demografische Entwicklung wird Unternehmen in den kommenden Jahren vor enorme Herausforde-rungen stellen. Auch wir, die Unternehmen Sachsen-Anhalts, werden mit der Schrumpfung der Bevölkerungszahlen, mit dem hohen Durchschnittsalter der für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Menschen sowie mit der Zunahme an Zuwanderung konfrontiert. Die Wege der Personalgewinnung sind vielfältig. Deshalb ist es jetzt notwendig, regionalspezifische Wege zu gehen und den Blick über die Grenzen Deutschlands zu öffnen.

Das Ziel des Preises ist es, erfolgreiche Modelle der Integration ausländischer Fachkräfte zu prämiieren. Wir setzen uns frühzeitig mit einer offenen Willkommens- und Unternehmenskultur für ausländische Mitarbeiter auseinander. Dabei sind durch die Besetzung offener Stellen mit ausländischen Mitarbeitern weitere positive Effekte verbunden. Ausländische Fachkräfte bringen fachliches Knowhow mit, verfügen über spezifische Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen. Das ist für Unternehmen wichtig, um internationale Märkte und neue Lieferquellen zu erobern.

„Uns ist es besonders wichtig hervorzuheben: Ausländische Fachkräfte werden nicht anstatt der eigenen Fachkräfte, sondern zusätzlich zur Besetzung offener Stellen gebraucht. Damit verbundene neue Arbeitsmodelle gehen mit sehr sensiblen Handlungsfeldern für Unternehmen und Mitarbeiter einher. Willkommenskultur heißt für uns, in den eigenen Reihen zu überzeugen, Bewusstsein für ausländische Mitarbeiter zu schaffen, Sprachbarrieren zu überwinden, andere Kulturen zu verstehen, sich gegenseitige zu akzeptieren und sich mit interkulturellen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Mitarbeiter, so willkommen zu heißen, dass sie sich wohlfühlen und nicht wieder Nachhause wollen, ist mit viel Einsatz verbunden“, so Dr. Sigrun Trognitz Geschäftsführerin des AVW.

„Die betriebliche Integration von Einwanderern und Flüchtlingen ist wichtig, um den Fachkräftemangel zu lindern. Dabei sind die Besonderheiten der Unternehmen zu beachten und flankierende gesellschaftliche Integrationsmaßnahmen hilfreich. Denn sie unterstützen die dauerhafte Niederlassung von Einwanderern. Das wäre eine wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bereicherung für Sachsen-Anhalt“, so Dr. Andreas Siegert vom Zentrum für Sozialforschung Halle e. V.

Amidou Traore vom IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt als Servicestelle für Anerkennungsberatung unterstützt das Anliegen des Arbeitgeberverbandes sehr. Er kam von der Elfenbeinküste nach Sachsen-Anhalt und weiß aus eigenem Erleben was es heißt, als Mensch eines anderen Landes in Sachsen-Anhalt eine zweite Heimat zu finden. Er setzt sich für die Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt ein.

Die Unternehmen, die bereits ausländische Mitarbeiter beschäftigen und Willkommenskultur leben, sind aufgefordert, sich dem Wettbewerb 2015 zu stellen. Bewerben können sich alle kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Firmensitz in Sachsen-Anhalt, die nach dem 1. März 1990 gegründet oder übernommen wurden und mit einer Bestandsdauer von mindestens 3 Jahren am Markt sind.

Die drei besten Unternehmen unter den Bewerbern werden im Dezember 2015 durch den Schirmherrn Minister Holger Stahlknecht des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt sowie den AVW-Vorstand mit dem 8. AVW-Unternehmerpreis geehrt.

Bewerbungsunterlagen für den 8. AVW-Unternehmerpreis können abgefordert unter: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.avw-sachsen-anhalt.de

pdfFlyer Unternehmerpreis 2015
pdf8._AVW-Unternehmerpreis_2015_-_Bewerbungsunterlagen1.pdf

Bildquelle: AVW/Uli Lücke